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Von der Stahlhandelsgesellschaft zum internationalen Konzern

Der traditionsreiche Doppelname des Unternehmens geht auf Arthur Schmolz und Oswald Bickenbach zurück, die 1919 in Düsseldorf zunächst die Dörrenberg Stahlgesellschaft gründeten und sie 1922 in SCHMOLZ + BICKENBACH umbenannten.

Seit dieser Zeit expandierte SCHMOLZ + BICKENBACH und durch strategische Akquisitionen renommierter Stahlunternehmen entstand ein internationaler Konzern mit heute über 10.000 Mitarbeitern.

Im Jahr 2019 feiern wir 100 Jahre SCHMOLZ + BICKENBACH. Doch die Wurzeln der Unternehmen der heutigen SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe reichen bis in das Jahr 1842 zurück. Schon seit den Anfängen ist die Leidenschaft für den Werkstoff Stahl kennzeichnend, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Bis heute.

Die wichtigsten Etappen in der Unternehmengeschichte

1919: Der Beginn einer Selbstständigkeit

Arthur Schmolz und Oswald Bickenbach gründen gemeinsam in Düsseldorf einen Stahlhandel. Sie verkaufen die Produkte des Stahlwerks Ed. Dörrenberg Söhne, in dem sie beide als leitende Angestellte tätig sind.

Anfänglich firmiert das Unternehmen unter Dörrenberg Stahl-Gesellschaft. Im Jahr 1922 geben die beiden Gründer ihrem Unternehmen nun auch ihre Familiennamen und benennen es um in SCHMOLZ + BICKENBACH.


20er Jahre:  Stahl wird immer gebraucht

Das anfänglich kleine Handelsunternehmen wächst stetig weiter. Verkaufsniederlassungen werden in ganz Deutschland gegründet und bald expandiert man mit Niederlassungen auch in andere Länder.

SCHMOLZ + BICKENBACH wächst auch in schwierigen Zeiten weiter und übernimmt 1929 die Zieherei Speemann & Vollmann mit 60 Mitarbeitern. Der Beginn der eigenen Blankstahlproduktion.

30er bis 50er Jahre: Eine neue Zieherei und ein Kaltwalzwerk

Die bisherige Blankstahlfertigung reicht nicht aus. Nur 700 Tonnen werden jährlich produziert. Daher wird 1936 eine neue Fabrikation aufgebaut und zwei Jahre später um ein Kaltwalzwerk erweitert.

Mit englischer Genehmigung geht SCHMOLZ + BICKENBACH als erste Zieherei in Deutschland nach 1945 wieder in Betrieb.  Das Wachstum nimmt wieder Fahrt auf im Laufe der Wirtschaftswunderjahre.

Der Umschlag von Stahl verdoppelt sich auf 63‘000 Tonnen. Auch in den Niederlanden und in der Schweiz werden Niederlassungen gegründet.

60er bis 80er Jahre: Nachfrage nach Edelstahl boomt

Die Erfolgskurve von SCHMOLZ + BICKENBACH zeigt weiter nach oben. In etwas über zehn Jahren steigt der Umsatz von 200 Millionen 1960 auf über eine halbe Milliarde D-Mark.

Bis Ende der achtziger Jahre klettert der Umsatz auf 1,5 Milliarden D-Mark. Rund 2‘000 Mitarbeiter beschäftigt SCHMOLZ + BICKENBACH jetzt.


90er Jahre: Neue Auslandsstandorte werden eröffnet

SCHMOLZ + BICKENBACH eröffnet weitere Vertriebsstandorte im Ausland. Über den Sitz in Wien werden neben Österreich auch Ungarn, Kroatien, Slowenien, die Slowakei und Tschechien betreut.

Seit 2000: Transformation vom Händler zum Produzenten von Speziallangstahl

Im Jahr 2003 übernimmt SCHMOLZ + BICKENBACH die Swiss Steel AG in der Schweiz. Auch die Steeltec AG als Zieherei für hochfeste Sonderstähle gehört dazu.

Schon 2004 und 2005 erfolgen weitere Zukäufe von Spezialstahl-Herstellern in Deutschland, die aus verschiedenen Fusionen der grossen deutschen Stahlunternehmen Thyssen und Krupp entstanden. Heute werden sie als Deutsche Edelstahlwerke in der SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe geführt.

In den folgenden Jahren kommen die französische Ugitech und die US-amerikanische A. Finkl & Sons Co. hinzu. Damit baut SCHMOLZ + BICKENBACH die weltweite Präsenz weiter aus. Die letzte Akquisition erfolgt schliesslich 2018: SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe übernimmt Teile des französischen Edelbaustahl-Spezialisten Ascometal und integriert diesen in die Gruppe.

Dank der Spezialisierung auf hochwertige Stahllang-Produkte und der Integration verschiedener Langstahlhersteller hat sich SCHMOLZ + BICKENBACH zu einem der führenden Unternehmen von Edelbaustahl, rostfreiem Edelstahl (RSH-Stahl) und Werkzeugstahl in Europa und weltweit entwickelt.

Heute ist die Gruppe mit sechs produzierenden Business Units aktiv und mit ihrer Business Unit Sales & Services als weltweitem Vertriebsnetzwerk an 70 Standorten in über 30 Ländern vertreten.